Wintersemester 2026/2027
Musikwissenschaft
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Johann Sebastian Bachs geistliche Vokalmusik – Entstehung, musikalisch-theologische Interpretation, heutige Vermittlung
Lehrende: Meinrad Walter (meinrad.walter@t-online.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an meinrad.walter@t-online.de.Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 14 bis 16 Uhr, Zentrum für Populäre Musik und Kultur, Rosastraße 17–19, 79098 Freiburg, Vortragsraum (2. Obergeschoss)
Zielgruppe: alle InteressiertenModul: MusikwissenschaftAbschluss: wie in den Studiengängen üblichUm J. S. Bach kommt man musikalisch kaum herum: singend und spielend, analysierend und in der Musikvermittlung kommentierend, dirigierend und natürlich immer wieder hörend.Der Überblick über sein geistlich-vokales Werk orientiert sich chronologisch an den Lebensstationen des Komponisten: Welche Formen – wie etwa den Choral – kennt er bereits »von Kindesbeinen an« und wie gelingt ihm bereits in jungen Jahren in Arnstadt und Mühlhausen ein erster Fundus an »Organisten-Kantaten« mit so berühmten Werken wie dem »Actus tragicus«? Der «Weimarer Kantatenfrühling« ab 1714 wird ebenso eine Rolle spielen wie die Leipziger Choralkantaten 1724/1725 und die Matthäus-Passion, die vor 300 Jahren am Karfreitag 1727 erstmals erklungen ist. Charakteristisch für Bachs letztes Lebensjahrzehnt ist dann seine Arbeit an der Missa h-Moll, die stark vom Komponieren als Umarbeiten (»Parodieverfahren«) geprägt ist und der intensive Studien zur katholischen Kirchenmusik (zum Beispiel Palestrina) vorausgegangen sind. Flankiert wird die Thematik der Vorlesung von biografischen und hermeneutischen Überlegungen: Welche Freiräume und welche Zwänge findet Bach an seinen Berufsstationen vor und wie geht er damit um? Der theologische und kirchenmusikalische Fokus richtet sich auf Streitfragen wie »Antijudaismus in Bachs Passionsmusik« sowie auf die heutige Vermittlung der Werke im Rahmen einiger Formate wie »Bachkantate zum Mitsingen« oder Konzertmoderation. Bei den Berufsstationen streifen wir auch Bachs weitere Tätigkeitsfelder, zum Beispiel als städtischer und höfischer Organist und Orgelexperte. Auch sind vergleichende »Seitenblicke« auf weitere Barockmusik möglich, etwa dann, wenn Christoph Graupner und J. S. Bach denselben Kantatentext unabhängig voneinander vertonen.
Literatur
Zur »Einstimmung« eignet sich – neben dem Hören verschiedener Werke – die Lektüre eine Biografie, etwa Christoph Wolff: J. S. Bach, Frankfurt a. M. 2000 (TB-Ausgabe 2008);
oder Meinrad Walter: »Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!« J. S. Bachs musikalisch-lutherische Bibelauslegung im Kirchenjahr, Stuttgart 2014. Das »Dickicht« der kaum noch überschaubaren Bach-Literatur wird auch ein Thema der Vorlesung sein.Systematische Musikwissenschaft: Entwicklungen, Theorien und Positionen
Lehrende: Prof. Dr. Clemens Wöllner (C.Woellner@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 12. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 14 bis 16 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119 | Hinweis: Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Freiburg
Zielgruppe: offen für alleModul: Musikwissenschaft IAbschluss: unbenoteter Teilnahmeschein für Musikwissenschaft; bei Belegung als »Einführung in die Musikwissenschaft«: Klausur am SemesterendeSystematische Musikwissenschaft beschäftigt sich mit allen Facetten des Musikschaffens, Musizierens und Musikhörens in ihren philosophischen, psychologischen, physikalischen und soziologischen Dimensionen. Die Vorlesung bietet zunächst einen Überblick auf die fachgeschichtlichen Wurzeln seit der Antike und die Herausbildung als Fachdisziplin gegen Ende des 19. Jahrhunderts, bevor verschiedene Ansätze und Strömungen ab dieser Zeit bis heute vorgestellt und exemplarisch mit aktuellen Forschungsthemen in Verbindung gebracht werden. Das Spektrum der Themen reicht von der Frage, warum Menschen seit jeher in allen Kulturen musizieren über neurobiologische Grundlagen des Hörens bis hin zum Einfluss des synchronen Musizierens oder Tanzens auf das Sozialverhalten.
Anmeldung zur Lehrveranstaltung: Beitritt über Glarean oder per E-Mail an c.woellner@mh-freiburg.de.
Literatur
Einführende Literatur: de la Motte-Haber, H. u.a. (Hg.) (2004-2010). Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft in sechs Bänden. Laaber.Musikgeschichte von 1600 bis 1850 im Überblick
Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an stefanie.steiner-grage@muwi.uni-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 20. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 10:15 bis 11:45 Uhr, Kollegiengebäude I, HS 1119
Zielgruppe: Für alle BA- und MA-StudierendenAbschluss: Unbenoteter Schein mit 2 ECTS-Punkten (Klausur)Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Musikgeschichte vom 17. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts – ein Zeitraum voller disparater historischer Ereignisse und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse. Auch musikalisch kommt es zu zahlreichen Neuerungen: Im 17. Jahrhundert formen und etablieren sich Gattungen wie Oper, Oratorium, Konzert, Suite. Der durchgehende Generalbass wird bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts zum Fundament des Komponierens, die Affektenlehre hat zum Ziel, durch eine mit rhetorischen Figuren angereicherte Musik menschliche Emotionen unmittelbar auf die Zuhörer zu übertragen. Gleichzeitig prägt ein dicht gewobener polyphoner Kontrapunkt etwa die Werke von Bach. Nach einer Übergangsphase (umschrieben mit Begriffen wie „Empfindsamkeit“ oder „Sturm und Drang“) sind es namentlich die Komponisten Haydn, Mozart und Beethoven, die im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zur Herausbildung eines „klassischen“ Stils beitragen. Doch bereits in den Jahren um 1800 dringt, ausgehend von der gleichnamigen literarischen Bewegung, die „Romantik“ auch in die Musik ein und öffnet die Tore zu einer immer (klang)farbenreicheren Harmonik, die im Verlauf des 19. Jahrhundert mit konstanter Besetzungssteigerung einhergehen wird.
Ausgewählte musikalische Beispiele, welche im sozialen und historischen Kontext ihrer Entstehungszeit betrachtet werden, sollen die Entwicklung der europäischen Musik von 1600 bis ca. 1850 verdeutlichen.Beethoven and Musical Biography / Beethoven und musikalische Biographie
Lehrende: Natasha Loges (N.Loges@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 12. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 14 bis 16 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
Abschluss: unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Klausur (Musikwissenschaft I)The admiration and understanding of music has long been inseparable from the biographical portraits of its composers. As we approach the bicentenary of Beethoven’s death in 2027, this seminar explores the art, craft and ideologies of music biography. How do biographers navigate gaps in the historical record? How are myths constructed and sustained? This lecture series explores how the conventions of music biography are rooted in the assumptions of their own historical moments, and how those assumptions continue to shape our ideas about musical greatness and the canon. In a time when artificial intelligence threatens to amplify the errors and prejudices of the past at unprecedented scale, we explore how biography might be reimagined for the twenty-first century.
Literatur
Bonds, Mark Evan. The Beethoven Syndrome: Hearing Music as Autobiography. New York: Oxford University Press, 2020.
Burnham, Scott. Beethoven Hero. Princeton: Princeton University Press, 1995.
DeNora, Tia. Beethoven and the Construction of Genius: Musical Politics in Vienna, 1792–1803* Berkeley: University of California Press, 1995.
Geck, Martin. Beethoven: Der Schöpfer und sein Universum. München: Siedler, 2017.
Tunbridge, Laura. Beethoven: A Life in Nine Pieces. London: Viking / New Haven: Yale University Press, 2020.
Pekacz, Jolanta T., ed. *Musical Biography: Towards New Paradigms*. Aldershot: Ashgate, 2006 [2017, paperback].
Wiley, Christopher, and Paul Watt. ‘Musical Biography in the Musicological Arena’, Journal of Musicological Research 38, nos. 3–4 (2019): 187–92.Mainstream. Facetten populärer Musik
Lehrende: Michael Fischer (Mi.Fischer@mh-freiburg.de), Steinhaus Laura (laura.steinhaus@zpkm.uni-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 23. Oktober 2026 bis 5. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Freitag 10:15 bis 11:45 Uhr, Hauptgebäude, Mathilde-Schwarz-Saal
Zielgruppe: alle StudierendeAbschluss: Besuch der LV plus ein Protokoll/eine Reflexion zu einer Stunde: 3 ECTS. Es können auch zusätzlich Hausarbeiten geschrieben werden (insgesamt für die LV 6 ECTS).Ist der Mainstream das, was vielen gefällt? Oder eher das, was viele verachten?
Unsere Ringvorlesung im Wintersemester 2026/2027 beleuchtet die verschiedenen Facetten des musikalischen Mainstreams. Referentinnen und Referenten des Zentrums für Populäre Kultur und Musik, der Hochschule für Musik Freiburg sowie auswärtige Gäste werden zeigen, was alles »Mainstream« ist, wie dieser erforscht und kritisch beleuchtet werden kann — und warum der Mainstream so vielen Menschen Spaß macht.
Unser Weg führt uns von Beethoven (!?) zu Taylor Swift, vom Musical zum Easy Listening, vom Jazz zum Rock
Wie alle Ringvorlesungen, die vom Zentrum für Populäre Kultur und Musik organisiert werden, ist kein Vorwissen erforderlich, sondern lediglich Interesse am Gegenstand. Die Lehrveranstaltung richtet sich an die Studierenden aller Fächer. Herzliche Einladung!
Bart´ók, Stravinskij, Schönberg: Das Streichquartett in der klassischen Moderne
Lehrende: Tobias Eduard Schick (schick@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 12. Oktober 2026 bis 15. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 10:15 bis 11:45 Uhr, Schöneckstraße 7, Raum 2.007
Zielgruppe: alle InteressierteModul: Seminar MusikwissenschaftSeit Beethoven besitzt das Streichquartett den Nimbus einer "Königsgattung" der Kammermusik. Im frühen 20. Jahrhundert hat es diese Bedeutung noch nicht verloren - im Gegenteil: Bei zahlreichen Komponist:innen sind Streichquartette Schlüsselwerke ihres Oeuvres. Im Seminar wollen wir sowohl bekannte als auch weniger bekannte Kompositionen betrachten und ihre unterschiedlichen Poetiken und die jeweiligen kulturellen Kontexte, denen sie entstammen, miteinander vergleichen. Wie unter einem Brennspiegel werden dabei oft zentrale Charakteristika der klassischen Moderne sichtbar, wodurch das Seminar auch für Nicht-Streicher interessant sein kann. Ziel ist es, das Wechselspiel zwischen Ästhetik, Kultur- und Kompositionsgeschichte zu verfolgen; ein inhaltlicher Fokus wird dabei auf der musikalischen Analyse liegen.
Dieses Seminar gilt nicht als Einführung in die Musikwissenschaft. Literatur und Materialien werden zum Teil online bereitgestellt. Das Seminar kann als musiktheoretisches oder musikwissenschaftliches Seminar belegt werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Literatur
Finscher, Ludwig: Artikel "Streichquartett", in: MGG online
Krummacher, Friedhelm: Das Streichquartett. Teilbd. 2 : Von Mendelssohn bis zur Gegenwart, Laaber 2003
Fanning, David: Shostakovich : string quartet no. 8, Aldershot 2004
Obert, Simon (Hrsg.): Wechselnde Erscheinung : sechs Perspektiven auf Anton Weberns sechste Bagatelle, Wien 2012
Antokoletz, Elliott: The music of Béla Bartók : a study of tonality and progression in twentieth-century music, Berkeley 1984
Obert, Simon: Musikalische Kürze zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 2004
Jones,Evan: Intimate voices : the twentieth-century string quartet, Rochester 2009From “Love me do” to “Let it be”: The Beatles’ Records and the 60s | Von „Love Me Do“ bis „Let It Be“: Die Lieder der Beatles und die 1960er Jahre
Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an christian.haber@muwi.uni-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 10:15 bis 11:45 Uhr, Kollegiengebäude I, HS 1119
Zielgruppe: Für alle BA- und MA-StudierendenAbschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme, benoteter Schein bei Referat und HausarbeitEnglish:
More than 60 years after they released their first record, the Beatles remain one of the cornerstones of pop culture. Beginning as a cover band on the Reeperbahn, then marketed as family-friendly teen idols, to leading the counterculture, the Beatles’ music reflects the massive musical, technological and social changes that occurred through the 1960s. This course explores the records of the Beatles both as musical works in their own right, and in context, to reflect on music’s links to society and technology, changes in the pop music industry, and how pop music is regarded by the academy.
Deutsch:
Mehr als 60 Jahre nach dem Release ihrer ersten Single zählen die Beatles noch immer zu den Grundpfeilern der Popkultur. Von ihren Anfängen als Coverband auf der Reeperbahn über ihre Vermarktung als familienfreundliche Teenie-Idole bis hin zu ihrer Rolle als Wegbereiter der Gegenkultur spiegelt ihre Musik die tiefgreifenden musikalischen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen der 1960er Jahre wider. Dieser Kurs untersucht die Songs der Beatles sowohl als eigenständige musikalische Werke als auch in ihrem historischen und kulturellen Kontext. Dabei wird beleuchtet, wie Musik mit gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen verknüpft ist, wie sich die Popmusikindustrie in den 1960er Jahren wandelte und wie Popmusik ihren Weg in die wissenschaftliche Auseinandersetzung gefunden hat.
String and Piano Repertoire by Women Composers in the Romantic Era: History and Performance
Lehrende: Seonhwa Lee (S.Lee1@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an S.Lee1@mh-freiburg.de .Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 12 bis 14 Uhr, Hauptgebäude, Raum 101
Zielgruppe: Alle InteressiertenAbschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Referat + HausarbeitThis seminar focuses on the string and piano repertoire of fifteen women composers in the long nineteenth century from a music-historical and performance-based perspective. It examines their biographies, networks, and the historical reception of their music. The seminar will also explore how their music may be interpreted, programmed, and presented to audiences. It will offer participants the opportunity to explore and experience how these works can be integrated into today’s concert settings.
Unterrichtssprache: Deutsch/Englisch
Anmeldung: per E-Mail an S.Lee1@mh-freiburg.de
Transkulturelle Musik – Kulturübergreifende Forschung? Ethnomusikologie und Musikpsychologie im Dialog
Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 16 bis 18 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
Zielgruppe: offen für alle InteressiertenModul: M1, M2, MasterAbschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme, benoteter Schein bei Referat und HausarbeitMusik vermag Menschen über kulturelle Grenzen verbinden, wird gleichermaßen aber auch zur sozialen Distinktion und zur Konstruktion kollektiver Identitäten herangezogen. Historische wie zeitgenössische Musikformen weltweit lassen sich vielfach als Ergebnisse kultureller Verflechtungsprozesse verstehen (etwa der Hybridisierung oder des Synkretismus). Gängige Kategorien wie „westliche Popmusik“ oder „klassische Kunstmusik“ verdecken dabei häufig die vielfältigen Wurzeln, aus denen sich musikalische Traditionen entwickelten. Die Fachperspektiven der Musikpsychologie und Ethnomusikologie beleuchten traditionell das grundlegend Verbindende und das Kulturspezifische. Fachgeschichtlich lassen sich dabei zahlreiche Gemeinsamkeiten feststellen, beispielsweise in der Suche nach den Ursprüngen von Musik oder der Frage nach musikalischen Universalien. Durch den Dialog beider Perspektiven wollen wir im Seminar eine umfassendere Sichtweise auf musikalische Erscheinungsformen gewinnen und dabei auch aktuell drängende Fragen wie die nach kultureller Aneignung, Dekolonialisierung und Forschungsethik diskutieren. Weitere Themen umfassen Fusion-Genres, Auswirkungen des globalen Streamings und musikbezogene Identitätskonzepte.
From Source to Edition: Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Mayer, and Brahms
Lehrende: Seonhwa Lee (S.Lee1@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an S.Lee1@mh-freiburg.de .Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Montag 16 bis 18 Uhr, Hauptgebäude, Raum 101
Zielgruppe: Alle InteressiertenAbschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Referat + HausarbeitWhat is an Urtext edition, and how different are the scores we perform today from the materials nineteenth-century composers actually worked with? To what extent have musical scores changed or lost information over time? In this seminar, selected works by Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Mayer, and Brahms will be examined through sources and different editions from the nineteenth century to the present day. Through the comparison of various editions, the seminar examines how editorial decisions influence modern performance and musical understanding, and how these works can be understood and interpreted today. The seminar approaches these questions from the perspectives of music philology, source studies (Quellenkunde), notation studies (Notationskunde), and nineteenth-century performance practice.
Unterrichtssprache: Deutsch/Englisch
Anmeldung: per E-Mail an S.Lee1@mh-freiburg.de
Doktorandenkolloquium
Lehrende: Natasha Loges (N.Loges@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an n.loges@mh-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 5. Oktober 2026 bis 31. März 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 10 bis 12 Uhr, online
Zielgruppe: Doktorandinnen und Doktoranden, Master-StudierendeThis class is aimed at doctoral and Masters students who wish to survey and discuss latest developments in scholarship and to develop a strong research basis for their PhD work. The course content includes:
- Exploring recent music scholarship in various formats, from a wide range of perspectives including künstlerische Forschung / practice research
- Undertaking a thorough review of literature, including in non-verbal formats
- Devising innovative and open-minded research methodologies
- Practising scholarly writing by sharing our work-in-progress, with a focus on developing confidence and clarity
- Sharing constructive feedback with each other
- Writing conference abstracts and giving a conference paper
- Developing strategies on how to plan work and organise time effectively
Literatur
Eco, Umberto. How to Write a Thesis. Translated by Caterina Mongiat Farina and Geoff Farina. Cambridge, MA: MIT Press, 2015.
Esselborn-Krumbiegel, Helga. Von der Idee zum Text: Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 5., überarbeitete Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh / UTB, 2017.
Franck, Norbert, and Joachim Stary, eds. Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens: Eine praktische Anleitung. 17. Auflage. Paderborn: Ferdinand Schöningh / UTB, 2013.
Murray, Rowena. How to Write a Thesis. 4th ed. Maidenhead: Open University Press / McGraw-Hill, 2017.
Turabian, Kate L. A Manual for Writers of Research Papers, Theses, and Dissertations. 9th ed. Revised by Wayne C. Booth et al. Chicago: University of Chicago Press, 2018.Komponist:innen der afrikanischen Diaspora / Composers of the African Diaspora
Lehrende: Christie Finn (C.Finn@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an c.finn@mh-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 13. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 12 bis 14 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105
Zielgruppe: offen für alle InteressiertenAbschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Referat + HausarbeitIn diesem Seminar befassen wir uns mit dem Leben und der Musik einer breiten Auswahl von Komponist:innen der westlichen klassischen Tradition, die der afrikanischen Diaspora angehören. Von Joseph Bologne (1745–1799) bis Florence Price (1887–1953) und von Samuel Coleridge-Taylor (1875–1912) bis Tania León (* 1943) haben Komponist:innen der afrikanischen Diaspora trotz der Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren, revolutionäre und bedeutende Werke zur Tradition der westlichen klassischen Musik beigesteuert. Die Studierenden werden Musik in allen Formen kennenlernen: von Liedern bis zu Sinfonien, von Streichquartetten bis zu Opern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf afroamerikanischen Komponistinnen. Der Kurs regt dazu an, kritisch über den „Kanon” der westlichen Musik und die Vertretung von Komponist:innen der afrikanischen Diaspora in diesem Kanon nachzudenken.
This seminar explores the lives and music of a wide selection of composers in the Western classical tradition who belong to the African Diaspora, beginning in the mid-18th century. From Joseph Bologne (1745-1799) to Florence Price (1887-1953), Samuel Coleridge-Taylor (1875-1912) to Tania León (b. 1943), composers of the African Diaspora have contributed revolutionary and important works to the tradition of Western classical music, despite the challenges that they faced. Students will encounter music in all forms, from songs to symphonies, string quartets to operas. A special focus of the course will be African American female composers. This course encourages students to think critically about the Western music “canon” and how composers of the African Diaspora appear (or do not) in that canon.
Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch. / Languages of instruction are English and German.
Literatur
Ewell, Philipp. On Music Theory; and Making Music More Welcoming for Everyone. Ann Arbor, Michigan: University of Michigan Press, 2023.
Floyd, Samuel. The Power of Black Music. New York: Oxford University Press, 1995.
Floyd, Samuel. "The Diaspora’s Concert Worlds: Europe and the Americas'," in The Transformation of Black Music: The Rhythms, the Songs, and the Ships of the African Diaspora. New York, NY: Oxford University Press, 2017.
Gray, John. Blacks in Classical Music II: An International Bibliography and Resource Guide. Nyack, New York: African Diaspora Press, 2023.
Monson, Ingrid T. The African Diaspora: A Musical Perspective. London: Routledge, 2003.
Segal, Ronald. The Black Diaspora: Five Centuries of the Black Experience outside Africa. New York : Farrar, Straus and Giroux, 1995.
Southern, Eileen. The Music of Black Americans. New York: W. W. Norton, 1997. 3rd Edition.
https://www.africandiasporamusicproject.org/"Unbekannte" Werke Ludwig van Beethovens
Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an stefanie.steiner-grage@muwi.uni-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 20. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 12:15 bis 13:45 Uhr, Kollegiengebäude I, HS 1119
Zielgruppe: Für alle BA- und MA-StudierendenAbschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme, benoteter Schein bei Referat und HausarbeitLudwig van Beethoven, auf dessen 200. Todestag wir im Jahr 2027 zurückblicken können, scheint uns bestens vertraut. Doch monumentale Werke wie „die Neunte“, welche inzwischen zur Europahymne avanciert ist, überstrahlen ein deutlich breiter gefächertes Œuvre. Auf Beethovens in ihrer Zeit überaus erfolgreiche „Schlacht-Sinfonie“ Wellingtons Sieg oder die Schlacht von Vittoria op. 87 wird naserümpfend als „Verirrung“ und „unwürdiges Machwerk“ geblickt; das Oratorium Christus am Oelberge scheint eine aus der Zeit gefallene Kuriosität, von den Bühnenmusikwerken kennt man allenfalls noch die Ouvertüren zu Egmont und Coriolan. Aber wer weiß schon, dass Beethoven auch äußerst fasziniert war von schottischen und walisischen Volksliedern, von denen er ganze Bände mit Bearbeitungen in Druck gab? Wer kennt seine Militärmusik-Märsche oder andere Gelegenheitswerke wie etwa die Kantate Der glorreiche Augenblick oder seine Variationen über Rule Britannia bzw. über den „Schneider Kakadu“? Die Chorfantasie oder die Ballettmusik zu Die Geschöpfe des Prometheus? Das Konzert für Oboe und Orchester? Oder gar die „Elegie auf den Tod eines Pudels?
Im Seminar unternehmen wir eine musikalische Entdeckungsreise, um solche Repertoire-Lücken schließen und dabei viel über Beethovens Leben in bewegten Zeiten zu erfahren.
Die Stimme im 20. Jahrhundert – Von der Sprechstimme bis zu erweiterten Gesangstechniken / The 20th Century Voice—From Sprechstimme to Extended Vocal Techniques
Lehrende: Christie Finn (C.Finn@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an c.finn@mh-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 13. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 14 bis 16 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105
Zielgruppe: offen für alle InteressiertenAbschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Referat + HausarbeitArnold Schoenberg’s Pierrot Lunaire, while not the first composition to use the Sprechstimme technique, holds a seminal position in redefining the voice—and what a trained classical singer is “allowed” to do—in Western classical music in the 20th century. Beginning with the Second Viennese School and surveying the 20th century, this seminar examines the evolution of the voice on the classical concert stage from both compositional and performance perspectives. From the overtone singing of Karlheinz Stockhausen’s Stimmung to Cathy Berberian’s comic Stripsody, from Luigi Nono’s defiant Quando Stanno Morendo to Chaya Czernowin’s wordless opera Pnima...Ins Innere, the breadth of possibility for vocal expression has proven itself boundless through the imagination and boldness of composers and performers. Students will be encouraged to think critically about these vocal sounds, their history in Western classical music, the techniques used to create them (and their origins), and what they reveal on emotional, social, and cultural levels in performance.
Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire ist zwar nicht das erste Werk, in dem die Sprechstimme zum Einsatz kommt, nimmt jedoch eine wegweisende Stellung bei der Neudefinition der Stimme – und dessen, was einem ausgebildeten klassischen Sänger:innen in der westlichen klassischen Musik des 20. Jahrhunderts „erlaubt“ ist – ein. Ausgehend von der Zweiten Wiener Schule und mit Blick auf das gesamte 20. Jahrhundert untersucht dieses Seminar die Entwicklung der Stimme auf der klassischen Konzertbühne sowohl aus kompositorischer als auch aus interpretatorischer Perspektive. Vom Obertongesang in Karlheinz Stockhausens Stimmung bis zu Cathy Berberians Stripsody, von Luigi Nonos trotzigem Quando Stanno Morendo bis zu Chaya Czernowins wortloser Oper Pnima... Ins Innere – die Bandbreite der Möglichkeiten für den stimmlichen Ausdruck hat sich dank der Vorstellungskraft und der Kühnheit von Komponist:innen und Interpret:innen als grenzenlos erwiesen. Die Studierenden werden dazu angeregt, sich kritisch mit diesen Stimmklängen, ihrer Geschichte in der westlichen klassischen Musik, den zu ihrer Erzeugung verwendeten Techniken (und deren Ursprüngen) sowie dem, was sie auf emotionaler, sozialer und kultureller Ebene bei der Aufführung offenbaren, auseinanderzusetzen.
Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch. / Languages of instruction are English and German.
Musik und Wohlbefinden
Lehrende: Cecilia Steinmacher (C.Steinmacher@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 13. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 14:15 bis 15:45 Uhr, Schöneckstraße 7, Seminarraum
Zielgruppe: offen für alleModul: M1, M2Abschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme; benoteter Schein bei Referat und HausarbeitMusik umgibt uns auf vielfältige Art und Weise im alltäglichen Leben und ist heutzutage kaum noch mehr wegzudenken. Nicht nur begleitet sie uns in unserer Freizeit, für einige ist sie auch integrativer Bestandteil der angestrebten beruflichen Karriere. Wir suchen den aktiven Kontakt zur Musik, da sie uns in den meisten Fällen (emotional) positiv beeinflusst und unsere Stimmung regulieren kann. Im Rahmen dieses Seminars erarbeiten wir anhand empirischer Forschung die Effekte der Musik auf unser allgemeines Wohlbefinden. Nach einer Einführung in grundlegende psychologische Konzepte und Begriffe werden wir die Wirkweisen verschiedener Umgangsformen mit Musik auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unterschiedlicher Personengruppen besprechen und diskutieren. Dabei soll auch thematisiert werden, inwiefern Musik unser Wohlbefinden negativ beeinflussen kann. Der Hauptschwerpunkt wird insbesondere auf Forschungsarbeiten aus dem musikalischen, alltäglichen, therapeutischen und medizinischen Kontext gerichtet werden.
20th-Century Music, Politics and Nation
Lehrende: Natasha Loges (N.Loges@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 12. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Mittwoch 10 bis 12 Uhr, Hauptgebäude, Raum 101
Abschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei HausarbeitMusic is always political, but sometimes even more than usual. In the mid-twentieth century, governments discovered the power of musical performers in shaping national public image. Classical music, jazz, and folk were each recruited to project power, forge alliances, and challenge colonial hierarchies, not only in the contest between the USA and USSR, but across a newly decolonising world. Including figures from Miriam Makeba to Dietrich Fischer-Dieskau and Glenn Gould, this seminar explores how musicians bear national identity. As nationalism returns to the centre of global politics today, these issues have once again become urgent. This course introduces the principles of cultural diplomacy and explores a series of case studies ranging from the State Department Jazz Tours to the anti-apartheid concert stage.
Literatur
Ansari, Emily Abrams, The Sound of a Superpower: Musical Americanism and the Cold War (New York: Oxford University Press, 2018)
Beal, Amy C., New Music, New Allies: American Experimental Music in West Germany from the Zero Hour to Reunification (Berkeley: University of California Press, 2006)
Bourdaghs, Michael K., Paola Iovene, and Kaley Mason, eds, Sound Alignments: Popular Music in Asia's Cold Wars (Durham, NC: Duke University Press, 2021)
Crist, Stephen A., 'Jazz as Democracy? Dave Brubeck and Cold War Politics', Journal of Musicology, 26.2 (2009), 133–174
Fosler-Lussier, Danielle, Music in America's Cold War Diplomacy (Oakland: University of California Press, 2015)
Hess, Carol A., Representing the Good Neighbor: Music, Difference, and the Pan American Dream (Oxford: Oxford University Press, 2013)
Mikkonen, Simo, and Pekka Suutari, eds, Music, Art and Diplomacy: East-West Cultural Interactions and the Cold War (Farnham: Routledge, 2016)
Saunders, Frances Stonor, The Cultural Cold War: The CIA and the World of Arts and Letters (New York: New Press, 1999)
Von Eschen, Penny M., Satchmo Blows Up the World: Jazz Ambassadors Play the Cold War (Cambridge, MA: Harvard University Press, 2004)Forschungs- und Examensseminar Systematische Musikwissenschaft
Lehrende: Prof. Dr. Clemens Wöllner (C.Woellner@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Mittwoch 10 bis 12 Uhr, Schöneckstraße 7, Konferenzraum
Zielgruppe: fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten/-innenModul: M2, MasterAbschluss: Bei regelmäßiger Teilnahme unbenoteter Schein in MusikwissenschaftDieses Seminar richtet sich an Studierende, die sich für die Grundlagen empirischer Musikforschung interessieren. Anhand aktueller Beispiele besprechen wir Themen wie wissenschaftliche Gütekriterien, Forschungsfragen und Hypothesenbildung, Möglichkeiten und Grenzen qualitativer und quantitativer Verfahren. Das Seminar bietet eine Einführung in diese Themen, um empirische Studien genauer zu verstehen und möglicherweise eigene Projekte wie Online-Befragungen oder Interviews, beispielsweise im Rahmen von Abschlussarbeiten, selbst zu konzipieren. Außerdem dient das Seminar der Examensvorbereitung aller Studierenden, die in ihrer Abschlussarbeit oder mündlichen Prüfung Themen der Systematischen Musikwissenschaft behandeln wollen (unter anderem Musikpsychologie, Musiksoziologie, empirische Ästhetik oder musikalische Akustik).
Anmeldung zur Lehrveranstaltung: Beitritt über Glarean (Studierende der Musikhochschule) oder per E-Mail an c.woellner@mh-freiburg.de
Kompositionen von Frauen nach 1945
Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Mittwoch 12 bis 14 Uhr, Hauptgebäude, Raum 101
Zielgruppe: Alle Studiengänge; max. 15 TeilnehmendeModul: Musikwissenschaftliches Seminar, Musiktheoretisches SeminarAbschluss: Schriftliche Hausarbeit in Musikwissenschaft oder MusiktheorieIn diesem gemeinsamen Seminar stehen Komponistinnen im Mittelpunkt, die im 20. Jahrhundert tätig waren oder sind und überwiegend mit Mitteleuropa verbunden sind, auch wenn ihr Schaffen teilweise durch interkulturelle Einflüsse und Themen geprägt ist (wie Lutyens, Oliveros, Pagh-Paan, Saariaho, Hölszky, Czernowin, Bauckholt, Chin, Mundry u.a.). Der Zugang des Seminars ist dabei ein doppelter: Einerseits sollen jeweils die soziohistorischen Kontexte in den Blick genommen werden, die für die Werdegänge, das Komponieren und die Rezeption dieser Komponistinnen relevant sind. Andererseits werden wir anhand ausgewählter Werke auch Kompositionstechniken etwa mit Blick auf die stilistische Einordnung, auf Klanggestaltung oder außermusikalische Aspekte behandeln. Ein Ausblick auf jüngere Komponistinnen soll ergänzend Perspektiven auf das gegenwärtige Komponieren von Frauen eröffnen.
Literatur
Hisama, Ellie. 2001. Gendering Musical Modernism: The Music of Ruth Crawford, Marion Bauer, and Miriam Gideon. Cambridge University Press.
Lochhead, Judy. 2016. Reconceiving Structure in Contemporary Music. New Tools in Music Theory and Analysis. New York/London: Routledge.
Mathias, Rhiannon. 2012. Lutyens, Maconchy, Williams, and Twentieth-Century British Music: A Blest Trio of Sirens. London: Routledge.
Oliveros, Pauline. 2010. Sounding the Margins. Collected Writings 1992-2009. New York: Deep Listening Publications.
Zimmermann, Juana. 2005. "Jedenfalls werden wir uns alle dort treffen" – Frauen bei den Darmstädter Ferienkursen 1946–1961. Berlin: Wolke.
Verschiede Musik-Konzepte-Bände zu: Chaya Czernowin (2021), Adriana Hölszky (2003), Isabel Mundry (2011), Olga Neuwirth (2023), Rebecca Saunders (2020)Musikästhetik: von sinnlicher Erkenntnis bis zu TikTok-Likes
Lehrende: Prof. Dr. Clemens Wöllner (C.Woellner@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Mittwoch 12 bis 14 Uhr, Schöneckstraße 7, Seminarraum
Modul: M1, M2, MasterAbschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme; benoteter Schein bei Referat und HausarbeitMusikschaffende und Interpreten/-innen entwickeln einen inneren Kompass für gute Kompositionen und adäquate Darbietungen. Beim Hören von Musik werden in Sekundenbruchteilen Entscheidungen getroffen, was gefällt oder auf Ablehnung stößt. Doch welche Variablen prägen die ständigen Bewertungen? Warum hält sich die Wissenschaft spätestens nach Adorno mit Werturteilen auffallend zurück? Im Seminar werden wir uns mit philosophischen und psychologischen Zugängen zu ästhetischen Fragestellungen befassen, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Dabei diskutieren wir unter anderem, inwieweit die ursprünglichen Ästhetikkonzepte für heute fruchtbar gemacht werden können, ob es generalisierbare Kriterien für „gute“ Musik gibt, welche Zusammenhänge zwischen kompositorischen Ideen und der Hörwahrnehmung bestehen, wie soziale Netzwerke und Streaming die Musikrezeption verändern und welche Verbindungen sich dabei zwischen den Künsten ziehen lassen.
Musikästhetik und Instrumentalmusik von 1750 bis um 1800
Lehrende: Cosima Linke (linke@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 15. Oktober 2026 bis 11. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Donnerstag 12 bis 14 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
Zielgruppe: Alle Studiengänge; Haupt- und Nebenfach MusikwissenschaftModul: Musikwissenschaftliches Seminar, Musiktheoretisches SeminarAbschluss: Schriftliche Hausarbeit in Musikwissenschaft oder MusiktheorieIn diesem Seminar behandeln wir den Zeitraum zwischen J.S. Bachs Tod (1750) und der Wende zum 19. Jahrhundert, bis einschließlich zu früheren Werken Beethovens. Dabei geht es zum einen um die Musikästhetik dieser Zeit mit Blick auf den Wandel von der älteren Nachahmungsästhetik hin zur Ausdrucksästhetik der Empfindsamkeit sowie auf die zentralen musikästhetischen Konzepte des Erhabenen und des Charakteristischen und historische Diskurse zum musikalischen Hören (›Kenner vs. Liebhaber‹). Zum anderen betrachten wir die Instrumentalmusik dieses Zeitraums, die sich durch Stil- und Epochenbegriffe wie ›Galanter Stil, ›Empfindsamkeit‹, ›Mannheimer Schule‹ und ›Wiener Klassik‹ zwar historiographisch einordnen lässt, aber zugleich durch zahlreiche Übergänge gekennzeichnet ist, etwa in Bezug auf die Gattungen Sinfonie und Konzert und die damit einhergehenden Formmodelle. Im besonderen Fokus stehen die Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Johann Christian Bach und deren Einflüsse auf die Protagonisten der Wiener Klassik.
Literatur
de la Motte-Haber, Helga (Hg.) (2007), Musikästhetik (= Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft, Bd. 1), Laaber.
Nowak, Adolf (2024), Musikästhetik. Einführung – Geschichte – Probleme, Laaber.
Riley, Matthew (2004), Musical Listening in the German Enlightenment: Attention, Wonder and Astonishment, Aldershot.
Unseld, Melanie (2022), Musikgeschichte Klassik (= Bärenreiter Studienbücher Musik, Bd. 21), Kassel.
Wald-Fuhrmann, Melanie (2010), ›Ein Mittel wider sich selbst.‹ Melancholie in der Instrumentalmusik um 1800, Kassel.Musikstadt Kairo
Lehrende: Salah Eddin Maraqa (maraqa@mh-freiburg.de)Fachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an maraqa@mh-freiburg.de.Unterrichtszeitraum: 23. Oktober 2026 bis 12. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Freitag 10:15 bis 11:45 Uhr, Kollegiengebäude I, HS 1119 | Hinweis: Ausfalltermine: 13.11.2026; 20.11.2026; 25.12.2026; 01.01.2027 (darüber hinaus ist maximal eine Fehlzeit zulässig).
Zielgruppe: Für alle BA- und MA-StudierendenAbschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme, benoteter Schein bei Referat und HausarbeitFolgt.
Musikwissenschaftliches Kolloquium
Lehrende: Prof. Dr. Clemens Wöllner (C.Woellner@mh-freiburg.de), Prof. Dr. Natasha Loges, Prof. Dr. Cosima Linke, Prof. Dr. Salah Edin Maraqa, N NFachbereich: MusikwissenschaftAnmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform GlareanUnterrichtszeitraum: 20. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027 | 2 SemesterwochenstundenWöchentliche Termine: Dienstag 16 bis 18 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
Zielgruppe: offen für alle Interessierten und fortgeschrittene StudierendeModul: M3 (Lehramt), WahlbereichAbschluss: unbenoteter Teilnahmeschein bei regelmäßiger TeilnahmeIm gemeinsamen musikwissenschaftlichen Kolloquium der Hochschule für Musik Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, fortgeschrittene Studierende (Promovierende, Examenskandidatinnen und Examenskandidaten) sowie auswärtige Gäste ihre aktuellen Forschungen vor. Das Themenspektrum reicht von musikhistorischen, systematischen, musikethnologischen Bereichen des Fachs bis hin zu Fragen der Musikästhetik und Popularmusikforschung.
Veranstaltungen in diesem Fachbereich
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