Wintersemester 2026/2027

Veranstaltungen von Meinrad Walter

  • Vorlesung

    Johann Sebastian Bachs geistliche Vokalmusik – Entstehung, musikalisch-theologische Interpretation, heutige Vermittlung

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an meinrad.walter@t-online.de.
    Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Montag 14 bis 16 Uhr, Zentrum für Populäre Musik und Kultur, Rosastraße 17–19, 79098 Freiburg, Vortragsraum (2. Obergeschoss)
    Zielgruppe: alle Interessierten
    Modul: Musikwissenschaft
    Abschluss: wie in den Studiengängen üblich

    Um J. S. Bach kommt man musikalisch kaum herum: singend und spielend, analysierend und in der Musikvermittlung kommentierend, dirigierend und natürlich immer wieder hörend.Der Überblick über sein geistlich-vokales Werk orientiert sich chronologisch an den Lebensstationen des Komponisten: Welche Formen – wie etwa den Choral – kennt er bereits »von Kindesbeinen an« und wie gelingt ihm bereits in jungen Jahren in Arnstadt und Mühlhausen ein erster Fundus an »Organisten-Kantaten« mit so berühmten Werken wie dem »Actus tragicus«? Der «Weimarer Kantatenfrühling« ab 1714 wird ebenso eine Rolle spielen wie die Leipziger Choralkantaten 1724/1725 und die Matthäus-Passion, die vor 300 Jahren am Karfreitag 1727 erstmals erklungen ist. Charakteristisch für Bachs letztes Lebensjahrzehnt ist dann seine Arbeit an der Missa h-Moll, die stark vom Komponieren als Umarbeiten (»Parodieverfahren«) geprägt ist und der intensive Studien zur katholischen Kirchenmusik (zum Beispiel Palestrina) vorausgegangen sind. Flankiert wird die Thematik der Vorlesung von biografischen und hermeneutischen Überlegungen: Welche Freiräume und welche Zwänge findet Bach an seinen Berufsstationen vor und wie geht er damit um? Der theologische und kirchenmusikalische Fokus richtet sich auf Streitfragen wie »Antijudaismus in Bachs Passionsmusik« sowie auf die heutige Vermittlung der Werke im Rahmen einiger Formate wie »Bachkantate zum Mitsingen« oder Konzertmoderation. Bei den Berufsstationen streifen wir auch Bachs weitere Tätigkeitsfelder, zum Beispiel als städtischer und höfischer Organist und Orgelexperte. Auch sind vergleichende »Seitenblicke« auf weitere Barockmusik möglich, etwa dann, wenn Christoph Graupner und J. S. Bach denselben Kantatentext unabhängig voneinander vertonen.

    Literatur
    Zur »Einstimmung« eignet sich – neben dem Hören verschiedener Werke – die Lektüre eine Biografie, etwa Christoph Wolff: J. S. Bach, Frankfurt a. M. 2000 (TB-Ausgabe 2008);
    oder Meinrad Walter: »Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten!« J. S. Bachs musikalisch-lutherische Bibelauslegung im Kirchenjahr, Stuttgart 2014. Das »Dickicht« der kaum noch überschaubaren Bach-Literatur wird auch ein Thema der Vorlesung sein.
  • Übung

    Liturgik und Theologie für Kirchenmusiker (katholisch) und alle Interessierten

    Anmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an meinrad.walter@t-online.de.
    Unterrichtszeitraum: 23. Oktober 2026 bis 12. Februar 2027  |  3 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Freitag 10 bis 13 Uhr, Hauptgebäude, Von 10 bis 11 Uhr nach Vereinbarung, von 11 bis 13 Uhr Raum 101
    Zielgruppe: Kirchenmusiker kath. und alle Interessierten
    Modul: Kirchenmusik kath. und offen für alle Interessierten
    Abschluss: Prüfung Theologie und Liturgik BA-Studium katholische Kirchenmusik

    Wir behandeln Grundfragen der Theologie und des Glaubens; Feiern im Rhythmus des Tages und des Kirchenjahres; aktuelle kirchliche Themen; Musik im Gottesdienst. Sehr erwünscht sind ökumenische Bezüge. Im Advent werden unter anderem adventliche und weihnachtliche Werke im Mittelpunkt stehen. Die mittlere Stunde von 11 bis 12 Uhr (auch einzeln belegbar) wird als »Ökumenische Stunde« in Kooperation mit Prof. Harbeck-Pingl (evangelische Theologie) gestaltet.

    Literatur
    Gebet- und Gesangbuch Gotteslob (2013); weitere Lit. in der ersten Sitzung.