Wintersemester 2026/2027

Veranstaltungen von Prof. Dr. Clemens Wöllner

  • Seminar

    Forschungs- und Examensseminar Systematische Musikwissenschaft

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Mittwoch 10 bis 12 Uhr, Schöneckstraße 7, Konferenzraum
    Zielgruppe: fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten/-innen
    Modul: M2, Master
    Abschluss: Bei regelmäßiger Teilnahme unbenoteter Schein in Musikwissenschaft

    Dieses Seminar richtet sich an Studierende, die sich für die Grundlagen empirischer Musikforschung interessieren. Anhand aktueller Beispiele besprechen wir Themen wie wissenschaftliche Gütekriterien, Forschungsfragen und Hypothesenbildung, Möglichkeiten und Grenzen qualitativer und quantitativer Verfahren. Das Seminar bietet eine Einführung in diese Themen, um empirische Studien genauer zu verstehen und möglicherweise eigene Projekte wie Online-Befragungen oder Interviews, beispielsweise im Rahmen von Abschlussarbeiten, selbst zu konzipieren. Außerdem dient das Seminar der Examensvorbereitung aller Studierenden, die in ihrer Abschlussarbeit oder mündlichen Prüfung Themen der Systematischen Musikwissenschaft behandeln wollen (unter anderem Musikpsychologie, Musiksoziologie, empirische Ästhetik oder musikalische Akustik).

    Anmeldung zur Lehrveranstaltung: Beitritt über Glarean (Studierende der Musikhochschule) oder per E-Mail an c.woellner@mh-freiburg.de

  • Seminar

    Musikästhetik: von sinnlicher Erkenntnis bis zu TikTok-Likes

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Mittwoch 12 bis 14 Uhr, Schöneckstraße 7, Seminarraum
    Modul: M1, M2, Master
    Abschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme; benoteter Schein bei Referat und Hausarbeit

    Musikschaffende und Interpreten/-innen entwickeln einen inneren Kompass für gute Kompositionen und adäquate Darbietungen. Beim Hören von Musik werden in Sekundenbruchteilen Entscheidungen getroffen, was gefällt oder auf Ablehnung stößt. Doch welche Variablen prägen die ständigen Bewertungen? Warum hält sich die Wissenschaft spätestens nach Adorno mit Werturteilen auffallend zurück? Im Seminar werden wir uns mit philosophischen und psychologischen Zugängen zu ästhetischen Fragestellungen befassen, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Dabei diskutieren wir unter anderem, inwieweit die ursprünglichen Ästhetikkonzepte für heute fruchtbar gemacht werden können, ob es generalisierbare Kriterien für „gute“ Musik gibt, welche Zusammenhänge zwischen kompositorischen Ideen und der Hörwahrnehmung bestehen, wie soziale Netzwerke und Streaming die Musikrezeption verändern und welche Verbindungen sich dabei zwischen den Künsten ziehen lassen.

  • Kolloquium

    Musikwissenschaftliches Kolloquium

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 20. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Dienstag 16 bis 18 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
    Zielgruppe: offen für alle Interessierten und fortgeschrittene Studierende
    Modul: M3 (Lehramt), Wahlbereich
    Abschluss: unbenoteter Teilnahmeschein bei regelmäßiger Teilnahme

    Im gemeinsamen musikwissenschaftlichen Kolloquium der Hochschule für Musik Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, fortgeschrittene Studierende (Promovierende, Examenskandidatinnen und Examenskandidaten) sowie auswärtige Gäste ihre aktuellen Forschungen vor. Das Themenspektrum reicht von musikhistorischen, systematischen, musikethnologischen Bereichen des Fachs bis hin zu Fragen der Musikästhetik und Popularmusikforschung. 

  • Vorlesung

    Systematische Musikwissenschaft: Entwicklungen, Theorien und Positionen

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 12. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Montag 14 bis 16 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119  |  Hinweis: Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Freiburg
    Zielgruppe: offen für alle
    Modul: Musikwissenschaft I
    Abschluss: unbenoteter Teilnahmeschein für Musikwissenschaft; bei Belegung als »Einführung in die Musikwissenschaft«: Klausur am Semesterende

    Systematische Musikwissenschaft beschäftigt sich mit allen Facetten des Musikschaffens, Musizierens und Musikhörens in ihren philosophischen, psychologischen, physikalischen und soziologischen Dimensionen. Die Vorlesung bietet zunächst einen Überblick auf die fachgeschichtlichen Wurzeln seit der Antike und die Herausbildung als Fachdisziplin gegen Ende des 19. Jahrhunderts, bevor verschiedene Ansätze und Strömungen ab dieser Zeit bis heute vorgestellt und exemplarisch mit aktuellen Forschungsthemen in Verbindung gebracht werden. Das Spektrum der Themen reicht von der Frage, warum Menschen seit jeher in allen Kulturen musizieren über neurobiologische Grundlagen des Hörens bis hin zum Einfluss des synchronen Musizierens oder Tanzens auf das Sozialverhalten.

    Anmeldung zur Lehrveranstaltung: Beitritt über Glarean oder per E-Mail an c.woellner@mh-freiburg.de.

    Literatur
    Einführende Literatur: de la Motte-Haber, H. u.a. (Hg.) (2004-2010). Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft in sechs Bänden. Laaber.
  • Seminar

    Transkulturelle Musik – Kulturübergreifende Forschung? Ethnomusikologie und Musikpsychologie im Dialog

    Fachbereich: Musikwissenschaft
    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 19. Oktober 2026 bis 8. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Montag 16 bis 18 Uhr, Kollegiengebäude I, Raum 1119
    Zielgruppe: offen für alle Interessierten
    Modul: M1, M2, Master
    Abschluss: unbenoteter Schein bei regelmäßiger Teilnahme, benoteter Schein bei Referat und Hausarbeit

    Musik vermag Menschen über kulturelle Grenzen verbinden, wird gleichermaßen aber auch zur sozialen Distinktion und zur Konstruktion kollektiver Identitäten herangezogen. Historische wie zeitgenössische Musikformen weltweit lassen sich vielfach als Ergebnisse kultureller Verflechtungsprozesse verstehen (etwa der Hybridisierung oder des Synkretismus). Gängige Kategorien wie „westliche Popmusik“ oder „klassische Kunstmusik“ verdecken dabei häufig die vielfältigen Wurzeln, aus denen sich musikalische Traditionen entwickelten. Die Fachperspektiven der Musikpsychologie und Ethnomusikologie beleuchten traditionell das grundlegend Verbindende und das Kulturspezifische. Fachgeschichtlich lassen sich dabei zahlreiche Gemeinsamkeiten feststellen, beispielsweise in der Suche nach den Ursprüngen von Musik oder der Frage nach musikalischen Universalien. Durch den Dialog beider Perspektiven wollen wir im Seminar eine umfassendere Sichtweise auf musikalische Erscheinungsformen gewinnen und dabei auch aktuell drängende Fragen wie die nach kultureller Aneignung, Dekolonialisierung und Forschungsethik diskutieren. Weitere Themen umfassen Fusion-Genres, Auswirkungen des globalen Streamings und musikbezogene Identitätskonzepte.