Wintersemester 2026/2027

Veranstaltungen von Jörg Scheele

  • Seminar

    1 Physiologie und Psychoakustik des Hörens

    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 22. Oktober 2026 bis 4. Februar 2027  |  1,5 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Donnerstag 17 bis 19 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105  |  Hinweis: siehe Terminliste: 22. Oktober, 5. + 19. November, 3. + 17. Dezember 2026, 14. + 21. Januar und 4. Februar 2027
    Blockzeiten:
    Datum Uhrzeit Ort Hinweise
    22. Oktober 2026 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    5. November 2026 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    19. November 2026 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    3. Dezember 2026 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    17. Dezember 2026 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    14. Januar 2027 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    21. Januar 2027 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    4. Februar 2028 17 bis 19 Uhr Hauptgebäude, Raum 105
    Zielgruppe: Pflichtfach im Master und Minor »Gehörbildung«; Teil des BM-Wahlmoduls »Gehörbildung«; auch als Master-Wahlmodul wählbar; sonstige Interessenten.
    Abschluss: Bei regelmäßiger Teilnahme 1 ECTS (Schein). Bei zusätzlicher bestandener Klausur 2 ECTS im Wahlmodul des Polyvalenten Zwei-Hauptfächer-Bachelorstudiengangs Musik (Lehramt; Anerkennung als Wahlmodul "Physiologie und Psychoakustik des Hörens" auf Antrag in Absprache mit der Studiengangleitung), 2 ETCS im Bachelor-Wahlmodul "Gehörbildung", 2 ETCS im Minor-Bachelor "Gehörbildung" sowie 2 ETCS im Master-Wahlmodul (Hauptfach Musiktheorie / Gesang / Instrument) bzw. für sonstige Interessierte; 3 ETCS im Masterstudiengang "Gehörbildung".

    Was passiert eigentlich zwischen einem physikalischen Schallereignis und dem, was wir schließlich hören?

    Genau diesen Weg – vom Schall (Akustik) über seine Aufnahme und Verarbeitung im Gehör (Physiologie) bis zu seiner Beziehung zum Höreindruck (Psychoakustik) – verfolgen wir in unserem Seminar.

    Nach einem Streifzug durch die physikalischen Grundlagen der Akustik und durch Aufbau und Funktion des menschlichen Hörsinns tauchen wir tiefer in die Psychoakustik ein – in ihre Methoden und Experimente sowie in unterschiedliche Theorien zur Tonhöhenwahrnehmung. Dabei treiben uns vor allem zwei Fragen um:

    • Wie werden aus Frequenzen Tonhöhen – und welche Leistungen vollbringt unser Gehör dabei?

    • Warum lässt sich das, was wir hören, nicht einfach 1:1 aus den physikalischen und physiologischen Voraussetzungen des Gehörs ableiten?

    Gerade hier zeigt sich der besondere Stellenwert der Psychoakustik: Sie beschreibt die systematischen Unterschiede zwischen physikalischem Schallreiz und Höreindruck, die sich aus Bau und Funktionsweise unseres Gehörs ergeben.

    Erst auf einer weiteren Ebene stellt sich dann die Frage, wie aus solchen Höreindrücken Wahrnehmungen und schließlich jene "Tonvorstellungen" entstehen, von denen Riemann spricht. Dieser nächste Schritt führt bereits über die Physiologie und Psychoakustik hinaus – und bildet den Übergang zum Seminar "Musikpsychologie des Hörens" im darauffolgenden Sommersemester.

    Die für das Seminar relevante Literatur wird im Laufe des Semesters in Form ausgewählter Buchauszüge und weiterer Materialien als PDF-Dokumente auf GLAREAN bereitgestellt.

    Zusätzlich steht in der Bibliothek der Musikhochschule ein Semesterapparat "Scheele" bereit. Dort finden sich zahlreiche der verwendeten Bücher sowie weitere Materialien zur kurzfristigen Ausleihe.

    Termine:  22. Oktober, 5. + 19. November, 3. + 17. Dezember 2026, 14. + 21. Januar und 4. Februar 2027

    Fortsetzung im Sommersemester mit »Musikpsychologie des Hörens«.

    Literatur
    siehe Semesterapparat Scheele)
    Barkowsky »Einführung in die musikalische Akustik« 2009
    Stevens/Warshowsky »Schall & Gehör« 1970
    Roederer »Physikalische und psycho-akustische Grundlagen der Musik« 2. Aufl.1993
    Hellbrück/Ellermeier »Hören« 2. Aufl. 2004
    Houtsma et.al. »Auditory Demonstrations« (CD 5203)
    CD ROM »Physiologie – Psychoakustik«
  • Seminar

    2 Gehörbildung III (L3) mit Portfolio

    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 15. Oktober 2026 bis 11. Februar 2027  |  3 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Donnerstag 15 bis 17 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105  |  Hinweis: https://glarean.mh-freiburg.de/goto_lehrplattform_crs_105980.html
    Zielgruppe: Alle Studiengänge BM und MM, die Gehörbildung L3 vorsehen: Pflichtfach im Master Kirchenmusik (MC), im Master Musik (MM) mit den Hauptfächern "Gehörbildung" und "Musiktheorie", im Bachelor Musik (BM) mit den Hauptfächern "Komposition", "Musiktheorie", "Chorleitung" und "Orchesterleitung", in den BM-MINOR-Profilen "Gehörbildung" und "Musiktheorie" sowie im Bachelor-Wahlmodul "Gehörbildung". MM: einsemestrig; MC, BM, MINOR-Profile und Wahlmodulen: zweisemestrig (insgesamt zweimal).
    Modul: Gehörbildung III

    »Gehörbildung III« wird im Wintersemester 2026/2027 im Rahmen eines Übergangsmodells in zwei Varianten angeboten:

    Der Kurs »Gehörbildung III mit Präsentationsformat« bereitet gezielt darauf vor. Zum Ausgleich der fehlenden zweiten Unterrichtsstunde nehmen Studierende dieses Kurses ergänzend an 50 Prozent des Kurses »Gehörbildung III mit Portfolio« teil, ohne jedoch dessen Portfolioaufgaben bearbeiten zu müssen.

    Der Kurs »Gehörbildung III mit Portfolio« richtet sich insbesondere an Studierende, für die ein stärker schriftlich-praktisches und videobasiertes Arbeitsformat geeignet ist. Im Mittelpunkt steht die Erarbeitung eines Portfolios.

    Die Zuordnung zu einem der beiden Kurse erfolgt nach Studiengang und fachlicher Voraussetzung durch die beteiligten Dozenten.

    • Gehörbildung L3 mit Portfolio
    • Leitung: Scheele
    • Zeit: donnerstags, 15:00–17:00 Uhr
    • Raum: MBP-105
    • Gehörbildung L3 (Präsentationsformat)
    • Leitung: Georgi
    • Zeit: montags 15:00-16:00 Uhr
    • Raum: MBP-324

    Literatur
    folgt bzw. siehe GLAREAN-Kurs
  • Übung

    3 Praxis der Intonation (Einführung)

    Anmeldeverfahren: Anmeldung über die Lernplattform Glarean
    Unterrichtszeitraum: 15. Oktober 2026 bis 11. Februar 2027  |  1 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Donnerstag 14 bis 15 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105
    Zielgruppe: Pflichtfach im Master und Minor »Gehörbildung« sowie im Bachelor Chor‑/ Orchesterleitung; Teil des BM-Wahlmoduls »Gehörbildung«; auch als Master-Wahlmodul wählbar; alle Studierenden, die sich mit Intonationsfragen beschäftigen wollen.
    Abschluss: Bei regelmäßiger Teilnahme mit 1 ECTS anrechenbar im Rahmen des Wahlmoduls des Polyvalenten Zwei‐Hauptfächer‐Bachelorstudiengangs mit dem Fach Musik (Lehramt an Gymnasien), des Bachelor‐Wahlmoduls »Gehörbildung« bei passiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 2 ETCS), des Master‐Studiengangs »Gesang« / »Instrument« bei aktiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 2 ETCS), des Master‐Studiengangs »Gehörbildung« bei aktiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 3 ETCS). Bei sowohl regelmäßiger Teilnahme als auch Abgabe einer Hausarbeit mit 2 ETCS anrechenbar im Rahmen des Wahlmoduls des Polyvalenten Zwei‐Hauptfächer‐Bachelorstudiengangs mit dem Fach Musik (Lehramt an Gymnasien), des Bachelor‐Wahlmoduls »Gehörbildung« ohne Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble«, des Master‐Studiengangs »Gesang« / »Instrument« bei aktiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 3 ETCS), des Master‐Studiengangs »Gehörbildung« bei passiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 3 ETCS), des Minor‐Bachelor‐Studiengangs »Gehörbildung« bei aktiver (ein‐semestriger) Teilnahme an der Übung »Praxis der Intonation Ensemble« (insgesamt 4 ETCS).

    Bitte vorbereiten: Theoretisches Vorwissen im Internet unter www.jshoeren.de/lehre/ueb_mat/ueb_mat_int/INT%201%20Einfuehrung%20in%20Stimmungssysteme.pdf

    Theoretische Einführung: Grundlagen der Intonation mehrstimmiger tonaler Musik (Obertonreihe; Pythagoräische, Reine und Gleichstufig-Temperierte Stimmung; Rein-Tonnetze, Cent-System; Quint- und Terzkomma); harmonische Modelle und ausgewählte Chorliteratur.

    Typische Intonationsprobleme: (a) Diatonik mit acht (!) verschiedenen Tönen für die Reinintonation aller sechs Haupt- und Nebenklänge (Terzkomma-Unterschied bei II in Dur und VII in Moll); (b) Quintfallsequenz in Moll mit Anhebung der drei Dur-Akkorde um ein Terzkomma, damit die Gesamtintonation nicht fällt; (c) Temperierung der Terzen bei vierstimmigen verminderten Dominantseptakkorden und enharmonischen Modulationswegen.

    Einstimmen (wieviel »temperieren«?); typische Kadenz- und Ausweichungs-/Modulations-Beispiele.

    Hausaufgaben unter https://glarean.mh-freiburg.de/goto_lehrplattform_crs_105445.html 

    Literatur
    Ausschnitte aus J. S. Bach, »389 Choralgesänge«, Johannes Brahms, »Deutsche Volkslieder« (1864) und Felix Mendelssohn-Bartholdy, »Sechs Lieder im Freien zu singen« op. 41 – weitere Literatur aus tonaler und freitonaler Vokal- und Instrumentalmusik
  • Übung

    4 Praxis der Intonation für Ensemble I – Streicher-/Bläser-/Gesangs-Ensemble (Klassik/Jazz-Rock-Pop)

    Anmeldeverfahren: Terminplaner, siehe Link unten in der Beschreibung
    Unterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 10. Februar 2027  |  14 Semesterwochenstunden
    Wöchentliche Termine: Freitag 12 bis 14 Uhr, Hansastraße 3, Ha3_009
    Zielgruppe: Erster Teil des Bachelor-Wahlmoduls »Praxis derIntonation (Streicher)«, auch als (eigenständiges) Master-Wahlmodul wählbar, Streicher-Ensembles ohne Klavier (vorzugsweise Streichquartette), Bläser-Ensembles ohne Klavier, Gesangs-Ensembles ohne Klavier (auch Jazz/Rock/Pop), Dirigenten (Chor-/Orchesterleitung), Kirchenmusiker und Pianisten als Hospitanten, sonstige Interessenten (passiv)
    Modul: Pflichtmodul »BM ohne Minor: Ensemble I«, Pflichtmodul »BM mit/ohne Minor: Ensemble II« und Wahlmodul »Praxis der Intonation für Streicher« (1. Semester = "Übungs-Semester")
    Abschluss: Aufführung eines (möglichst vollständigen) Kammermusikwerkes in einem (klasseninternen) Vortragsabend

    Der Unterricht findet entweder mittwochs von 12 bis 14 Uhr in Raum 104 oder freitags nach Terminvereinbarung in der Hansastraße 3 in Raum 9 statt.

    Der Intonationsproben-Zeitraum mittwochs von 12 bis 14 Uhr ist normalerweise für Studierende des BM-Wahlmoduls »Praxis der Intonation für Streichquartett« reserviert (siehe unten nachfolgende Beschreibung).

    Kommt kein Wahlmodul zustande, kann er auch für alle im Sommersemester 2026 aktiven Streicher-/Bläser-/Gesangs-Ensembles (Klassik/Jazz-Rock-Pop) genutzt werden; dann bitte in Asimut > Anmeldung zu Ereignissen > Ensembleprobe eintragen.

    Das Bachelor-Wahlmodul geht über zwei Semester, das zweite Semester ist das Literatur-Semester. Dort werden – in Absprache mit den Lehrenden – Kammermusikwerke erarbeitet und zur Aufführung gebracht.

    Weitere Informationen unter

    Literatur
    Literatur-Vorschläge der Studierenden in Absprache mit dem Lehrenden
  • Übung

    5 Praxis der Intonation für alle

    Anmeldeverfahren: Terminplaner, siehe den Link unten in der Beschreibung
    Unterrichtszeitraum: 14. Oktober 2026 bis 12. Februar 2027  |  14 Semesterwochenstunden
    Die Unterrichtstermine werden mit den Studierenden individuell vereinbart.
    Zielgruppe: Pflichtfach für Dirigenten; Wahlfach für alle Kammermusik-Ensembles. Kammermusik-Ensembles (Duos, Trios oder größere Besetzungen mit oder ohne Klavier); Solisten (Sänger/Instrumentalisten) mit Klavier; Konzertvorbereitung. Bachelor-Studierende mit Hauptfach Dirigieren (Chor-/Orchesterleitung, Pflichtnebenfach). Master-Studierende mit Hauptfach Dirigieren (fakultativ). Bachelor-Studierende des Wahlmoduls Korrepetition (Pflichtnebenfach).
    Abschluss: -

    Bitte in Terminliste bitte in Asimut > Anmeldung zu Ereignissen > Ensembleprobe eintragen (immer zum frühestmöglichen nächsten Termin; erst nach dessen Ablauf sollte wieder ein neuer Termin gebucht werden).

    Alle Komponistinnen und Komponisten der Epochen tonaler Musik hatten mindestens ein Grundwissen über die akustisch-intonatorischen Phänomene ihrer Zeit, so zum Beispiel auch Wolfgang Amadeus Mozart, der seinen Kompositionsschüler Thomas Attwood über die reinen Intervalle oder den Unterschied zwischen einem »tiefen Dis« und einem »hohen Es« aufgeklärt hat.

    • In dieser Übung haben alle Teilnehmenden die Gelegenheit, die Intonation unsicherer Passagen / ganzer Sätze bereits erarbeiteter Werke zu verbessern.
    • Intonations-Fragen von »Hauptfach Dirigieren«-Studierenden werden anhand von mitzubringenden Partituren/Tonaufnahmen besprochen, Korrepetitions-Studierende werden bei ihrer Probenarbeit mit einem Instrumental-/Gesangs-Partner gecoacht (beides in Einzelterminen).

    Bitte vorbereiten: Theoretisches Vorwissen im Internet unter: www.jshoeren.de/lehre/ueb_mat/ueb_mat_int/INT%201%20Einfuehrung%20in%20Stimmungssysteme.pdf

    Literatur
    Literatur nach Absprache