Kompositionen von Frauen nach 1945
In diesem gemeinsamen Seminar stehen Komponistinnen im Mittelpunkt, die im 20. Jahrhundert tätig waren oder sind und überwiegend mit Mitteleuropa verbunden sind, auch wenn ihr Schaffen teilweise durch interkulturelle Einflüsse und Themen geprägt ist (wie Lutyens, Oliveros, Pagh-Paan, Saariaho, Hölszky, Czernowin, Bauckholt, Chin, Mundry u.a.). Der Zugang des Seminars ist dabei ein doppelter: Einerseits sollen jeweils die soziohistorischen Kontexte in den Blick genommen werden, die für die Werdegänge, das Komponieren und die Rezeption dieser Komponistinnen relevant sind. Andererseits werden wir anhand ausgewählter Werke auch Kompositionstechniken etwa mit Blick auf die stilistische Einordnung, auf Klanggestaltung oder außermusikalische Aspekte behandeln. Ein Ausblick auf jüngere Komponistinnen soll ergänzend Perspektiven auf das gegenwärtige Komponieren von Frauen eröffnen.
Hisama, Ellie. 2001. Gendering Musical Modernism: The Music of Ruth Crawford, Marion Bauer, and Miriam Gideon. Cambridge University Press.
Lochhead, Judy. 2016. Reconceiving Structure in Contemporary Music. New Tools in Music Theory and Analysis, New York/London: Routledge.
Mathias, Rhiannon. 2012. Lutyens, Maconchy, Williams, and Twentieth-Century British Music: A Blest Trio of Sirens. London: Routledge.
Oliveros, Pauline. 2010. Sounding the Margins. Collected Writings 1992-2009. New York: Deep Listening Publications.
Zimmermann, Juana. 2005. "Jedenfalls werden wir uns alle dort treffen" – Frauen bei den Darmstädter Ferienkursen 1946–1961. Berlin: Wolke.
Verschiede Musik-Konzepte-Bände zu: Chaya Czernowin (2021), Adriana Hölszky (2003), Isabel Mundry (2011), Olga Neuwirth (2023), Rebecca Saunders (2020)