Songwriting mit und ohne Künstliche Intelligenz
Songwriting und -producing ist in popkulturellen Kontexten und im Musikunterricht eine omnipräsente musikalische Praxis: Hier werden Melodien, Texte, Beats, Samples und Hooks erfunden, kombiniert, verändert und produziert. Dadurch werden musikpädagogische Potenziale wie musikalische Teilhabe, die Erfahrung von Autor*innenschaft, kreatives Handeln und die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Handschrift/Stimme eröffnet. Der Blick auf den derzeitigen Musikmarkt und speziell die Entwicklung von musikgenerierender Künstlicher Intelligenz (KI) verdeutlicht außerdem, dass sich die Art(en), wie Songs geschrieben werden, durch technologische Innovationen schon immer verändert haben und dies weiterhin tun (werden). Damit einhergeht die Frage danach, wie digitale Technologien (Apps, DAWs, Samples, Presets, Hardware) und auch Künstliche Intelligenz (KI) den Prozess des Songwritings und -producings ergänzen, bereichern, konkurrieren, unterwandern, begrenzen,...können - und welche Konsequenzen dies für den Einsatz beim Songwriting im schulischen Musikunterricht hat. Die Teilnehmenden erhalten im Seminar Einblicke in didaktische Konzepte zum Songwriting und in aktuelle Forschung zum Thema KI. Sie erproben und reflektieren die Anwendung verschiedener KI-Tools im Bereich des Songwritings ausführlich. Das gemeinsame Nachdenken ist geleitet von eigenen Erfahrungen, technologiekritischen Perspektiven, ethischen, bildungstheoretischen und juristischen sowie künstlerischen und unterrichtspraktischen Fragestellungen.