Musikästhetik: von sinnlicher Erkenntnis bis zu TikTok-Likes
Musikschaffende und Interpreten/-innen entwickeln einen inneren Kompass für gute Kompositionen und adäquate Darbietungen. Beim Hören von Musik werden in Sekundenbruchteilen Entscheidungen getroffen, was gefällt oder auf Ablehnung stößt. Doch welche Variablen prägen die ständigen Bewertungen? Warum hält sich die Wissenschaft spätestens nach Adorno mit Werturteilen auffallend zurück? Im Seminar werden wir uns mit philosophischen und psychologischen Zugängen zu ästhetischen Fragestellungen befassen, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden. Dabei diskutieren wir unter anderem, inwieweit die ursprünglichen Ästhetikkonzepte für heute fruchtbar gemacht werden können, ob es generalisierbare Kriterien für „gute“ Musik gibt, welche Zusammenhänge zwischen kompositorischen Ideen und der Hörwahrnehmung bestehen, wie soziale Netzwerke und Streaming die Musikrezeption verändern und welche Verbindungen sich dabei zwischen den Künsten ziehen lassen.