Übung
Sommersemester 2025

Praxis der Intonation für Ensemble I - Streicher-/Bläser-/Gesangs-Ensemble (Klassik/Jazz-Rock-Pop)

Lehrende: Scheele
Start: 16. April 2025
Tag: Mittwoch 12 bis 14 Uhr, Hauptgebäude, Raum 104
Gebäude: Hauptgebäude
Raum: 104
Zielgruppe: Erster Teil des Bachelor-Wahlmoduls »Praxis derIntonation (Streicher)«, auch als (eigenständiges) Master-Wahlmodul wählbar, Streicher-Ensembles ohne Klavier (vorzugsweise Streichquartette), Bläser-Ensembles ohne Klavier, Gesangs-Ensembles ohne Klavier (auch Jazz/Rock/Pop), Dirigenten (Chor-/Orchesterleitung), Kirchenmusiker und Pianisten als Hospitanten, sonstige Interessenten (passiv)
Modul: Pflichtmodul »BM ohne Minor: Ensemble I«, Pflichtmodul »BM mit/ohne Minor: Ensemble II« und Wahlmodul »Praxis der Intonation für Streicher« (1. Semester = "Übungs-Semester")
Abschluss: Aufführung eines (möglichst vollständigen) Kammermusikwerkes in einem (klasseninternen) Vortragsabend

Der Intonationsproben-Zeitraum mittwochs von 12 bis 14 Uhr ist normalerweise für Studierende des BM-Wahlmoduls »Praxis der Intonation für Streichquartett« reserviert (siehe unten nachfolgende Beschreibung).Kommt kein Wahlmodul zustande, kann er auch für alle im Sommersemester 2025 aktiven Streicher-/Bläser-/Gesangs-Ensembles (Klassik/Jazz-Rock-Pop) genutzt werden; dann bitte Termin auswählen unter https://terminplaner6.dfn.de/de/p/42de32bb39c22f4a4ad09b614f6c59eb-684351 eintragen.

Beschreibung für das BM-Wahlmodul »Praxis der Intonation für Streichquartett« (Einführungssemester)

Erstes Ziel: Tonhöhe versus Tonspannung (Ruhe-/Spannungstöne). Anstatt nur davon zu reden, einen Ton »höher« oder »tiefer« zu spielen, wird »saubere« Intonation erlernt als ein Ausbalancieren zwischen tatsächlicher, physischer Tonhöhe (je nach Harmoniestufe »höher« oder »tiefer«) und verschiedenen, eher psychologischen Spannungszuständen von Melodien, welche der Idee des musikalischen Werkes folgen.

Zweites Ziel: Einzelstimme versus Gesamtharmonie (harmonie-eigene versus harmonie-fremde Töne). Beim Üben von Einzelstimmen ist oft nicht klar, welche Funktion jede Note hat: Die eine ist harmonisch-relevant und muss eher »rein«, die andere eher melodisch-verzierend und »darf« eher »pythagoräisch« intoniert werden. Hierzu notwendig sind sowohl eine tonalitäts-bezogene, harmonisch-formelle Werk-Analyse als auch das Eintragen aller dazu notwendigen Tonhöhen in »Tonnetze«.

Basisthemen der Streicher-Intonation: Intervallableitung über Flageolett, Kontrolle über benachbarte leere Saiten (bevorzugte Tonorte), Doppelgriffe / »Differenztöne« (Tartini) als Intonationskontrolle; Kadenzübungen

Übungen: Einstimmen (wieviel »temperieren«?); typische Kadenz- und Modulations-Übungen

Literatur: als Ergänzung zu den Übungen (nach Absprache mit dem Lehrenden)

Das Bachelor-Wahlmodul geht über zwei Semester, das zweite Semester ist das Literatur-Semester. Dort werden – in Absprache mit den Lehrenden – Kammermusikwerke erarbeitet und zur Aufführung gebracht.

Weitere Informationen unter

Literatur:
  • Literatur-Vorschläge der Studierenden in Absprache mit dem Lehrenden