Seminar
Wintersemester 2026/2027

Die Stimme im 20. Jahrhundert – Von der Sprechstimme bis zu erweiterten Gesangstechniken / The 20th Century Voice—From Sprechstimme to Extended Vocal Techniques

Fachbereich: Musikwissenschaft
Anmeldeverfahren: Anmeldung per E-Mail an c.finn@mh-freiburg.de.
Unterrichtszeitraum: 13. Oktober 2026 bis 9. Februar 2027  |  2 Semesterwochenstunden
Wöchentliche Termine: Dienstag 14 bis 16 Uhr, Hauptgebäude, Raum 105
Zielgruppe: offen für alle Interessierten
Abschluss: Unbenoteter Schein bei Teilnahme, benoteter Schein bei Referat + Hausarbeit

Arnold Schoenberg’s Pierrot Lunaire, while not the first composition to use the Sprechstimme technique, holds a seminal position in redefining the voice—and what a trained classical singer is “allowed” to do—in Western classical music in the 20th century. Beginning with the Second Viennese School and surveying the 20th century, this seminar examines the evolution of the voice on the classical concert stage from both compositional and performance perspectives. From the overtone singing of Karlheinz Stockhausen’s Stimmung to Cathy Berberian’s comic Stripsody, from Luigi Nono’s defiant Quando Stanno Morendo to Chaya Czernowin’s wordless opera Pnima...Ins Innere, the breadth of possibility for vocal expression has proven itself boundless through the imagination and boldness of composers and performers. Students will be encouraged to think critically about these vocal sounds, their history in Western classical music, the techniques used to create them (and their origins), and what they reveal on emotional, social, and cultural levels in performance.

Arnold Schönbergs Pierrot Lunaire ist zwar nicht das erste Werk, in dem die Sprechstimme zum Einsatz kommt, nimmt jedoch eine wegweisende Stellung bei der Neudefinition der Stimme – und dessen, was einem ausgebildeten klassischen Sänger:innen in der westlichen klassischen Musik des 20. Jahrhunderts „erlaubt“ ist – ein. Ausgehend von der Zweiten Wiener Schule und mit Blick auf das gesamte 20. Jahrhundert untersucht dieses Seminar die Entwicklung der Stimme auf der klassischen Konzertbühne sowohl aus kompositorischer als auch aus interpretatorischer Perspektive. Vom Obertongesang in Karlheinz Stockhausens Stimmung bis zu Cathy Berberians Stripsody, von Luigi Nonos trotzigem Quando Stanno Morendo bis zu Chaya Czernowins wortloser Oper Pnima... Ins Innere – die Bandbreite der Möglichkeiten für den stimmlichen Ausdruck hat sich dank der Vorstellungskraft und der Kühnheit von Komponist:innen und Interpret:innen als grenzenlos erwiesen. Die Studierenden werden dazu angeregt, sich kritisch mit diesen Stimmklängen, ihrer Geschichte in der westlichen klassischen Musik, den zu ihrer Erzeugung verwendeten Techniken (und deren Ursprüngen) sowie dem, was sie auf emotionaler, sozialer und kultureller Ebene bei der Aufführung offenbaren, auseinanderzusetzen.

Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Deutsch. / Languages of instruction are English and German.