Professionsorientierte Musikwissenschaft: Zeit für Sorge?! Unterricht und Practices of Care in Zeiten gesellschaftlicher Disruption
Zeit für Sorge?! ist als ein interdisziplinäres Seminar (Musik & Erziehungswissenschaft) zur Frage, wie wir die Sorge für die Welt kultivieren und in einer informierten pädagogischen Praxis umsetzen können. Die Verbindung von Erziehungswissenschaft und Musik eröffnet dabei einen besonderen Reflexionsraum: Musikalische Praxis und musikalisches Hören ermöglichen ästhetische Zugänge zu Erfahrungen von Verletzlichkeit, Verbundenheit und Resonanz, während erziehungswissenschaftliche Perspektiven diese Erfahrungen theoretisch rahmen, kritisch befragen und in bildungspraktische Konzeptionen übersetzen. So wird Sorge sowohl als leiblich-ästhetische als auch als pädagogisch-reflexive Kategorie bearbeitet.
Jede Sitzung startet verbindlich mit einer Bestandsaufnahme („Was geschieht gerade in der Welt – und mit mir/uns?“), gefolgt von einem fachübergreifenden Impuls und einer praktischen Sequenz. Hierbei wird es um Gegenwartsanaylsen im Sinne einer „Sorge um“ ebenso wie um ein Möglichkeitsdenken im Sinne einer „Sorge für“ gehen. Auch die praktischen Anteile kultivieren demnach das Verhältnis von Selbst- und Weltfürsorge.
Das Seminar ist u.a. als eine Art Ringseminar angelegt: Externe Impulse von Gästen aus Praxis, Wissenschaft und gegebenenfalls künstlerischen Kontexten spielen eine zentrale Rolle. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven auf Sorge, Bildung und Zukunftsgestaltung ein und vertiefen so den interdisziplinären Charakter des Seminars. Dafür sind Beiträge aus den Design- & Futures Studies ebenso wie der achtsamkeitsorientierten Pädagogik geplant.
Literatur:
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