"Unbekannte" Werke Ludwig van Beethovens
Ludwig van Beethoven, auf dessen 200. Todestag wir im Jahr 2027 zurückblicken können, scheint uns bestens vertraut. Doch monumentale Werke wie „die Neunte“, welche inzwischen zur Europahymne avanciert ist, überstrahlen ein deutlich breiter gefächertes Œuvre. Auf Beethovens in ihrer Zeit überaus erfolgreiche „Schlacht-Sinfonie“ Wellingtons Sieg oder die Schlacht von Vittoria op. 87 wird naserümpfend als „Verirrung“ und „unwürdiges Machwerk“ geblickt; das Oratorium Christus am Oelberge scheint eine aus der Zeit gefallene Kuriosität, von den Bühnenmusikwerken kennt man allenfalls noch die Ouvertüren zu Egmont und Coriolan. Aber wer weiß schon, dass Beethoven auch äußerst fasziniert war von schottischen und walisischen Volksliedern, von denen er ganze Bände mit Bearbeitungen in Druck gab? Wer kennt seine Militärmusik-Märsche oder andere Gelegenheitswerke wie etwa die Kantate Der glorreiche Augenblick oder seine Variationen über Rule Britannia bzw. über den „Schneider Kakadu“? Die Chorfantasie oder die Ballettmusik zu Die Geschöpfe des Prometheus? Das Konzert für Oboe und Orchester? Oder gar die „Elegie auf den Tod eines Pudels?
Im Seminar unternehmen wir eine musikalische Entdeckungsreise, um solche Repertoire-Lücken schließen und dabei viel über Beethovens Leben in bewegten Zeiten zu erfahren.