Musikästhetik und Instrumentalmusik von 1750 bis um 1800
In diesem Seminar behandeln wir den Zeitraum zwischen J.S. Bachs Tod (1750) und der Wende zum 19. Jahrhundert, bis einschließlich zu früheren Werken Beethovens. Dabei geht es zum einen um die Musikästhetik dieser Zeit mit Blick auf den Wandel von der älteren Nachahmungsästhetik hin zur Ausdrucksästhetik der Empfindsamkeit sowie auf die zentralen musikästhetischen Konzepte des Erhabenen und des Charakteristischen und historische Diskurse zum musikalischen Hören (›Kenner vs. Liebhaber‹). Zum anderen betrachten wir die Instrumentalmusik dieses Zeitraums, die sich durch Stil- und Epochenbegriffe wie ›Galanter Stil, ›Empfindsamkeit‹, ›Mannheimer Schule‹ und ›Wiener Klassik‹ zwar historiographisch einordnen lässt, aber zugleich durch zahlreiche Übergänge gekennzeichnet ist, etwa in Bezug auf die Gattungen Sinfonie und Konzert und die damit einhergehenden Formmodelle. Im besonderen Fokus stehen die Bach-Söhne Carl Philipp Emanuel und Johann Christian Bach und deren Einflüsse auf die Protagonisten der Wiener Klassik.
de la Motte-Haber, Helga (Hg.) (2007), Musikästhetik (= Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft, Bd. 1), Laaber.
Nowak, Adolf (2024), Musikästhetik. Einführung – Geschichte – Probleme, Laaber.
Riley, Matthew (2004), Musical Listening in the German Enlightenment: Attention, Wonder and Astonishment, Aldershot.
Unseld, Melanie (2022), Musikgeschichte Klassik (= Bärenreiter Studienbücher Musik, Bd. 21), Kassel.
Wald-Fuhrmann, Melanie (2010), ›Ein Mittel wider sich selbst.‹ Melancholie in der Instrumentalmusik um 1800, Kassel.