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Gängig sind hierzulande heutzutage vor allem die unten aufgeführten Chiffrierungsweisen. Für jede von ihnen gibt es gewisse Dialekte. Wichtig ist vor allem, dass Sie mindestens eine dieser Methoden konsistent anwenden können.
Das Hinzufügen von Akkordsymbolen alleine (z.B. "C7") kann noch nicht als harmonische Analyse gelten, weil dadurch zwar gewisse Aspekte einzelner Akkorde benannt werden, aber über deren Beziehungen untereinander bzw. zu einer Tonart nichts ausgesagt wird.
Die Basstöne werden mit eingekreisten arabischen Ziffern einer Position in der jeweils herrschenden Dur- oder Molltonart zugeordnet. Hierbei sind selbstverständlich auch die Töne, die über ihnen erklingen, und den Kontext zu berücksichtigen. Das Einkreisen dient dazu, die Bassstufenbezeichnungen optisch von Generalbassziffern zu unterscheiden.
Vor den Bassstufenbezeichnungen wird die Tonart, auf die sie sich beziehen, vermerkt, z.B. "d-Moll:"
Im Falle von Mehrdeutigkeiten (z.B. bei Modulationen) können mehrere Zeilen übereinander geführt werden.

Beispiel

Robert Schumann: Nordisches Lied, T. 9-12. Aus: Album für die Jügend op. 68

Empfohlene Literatur

  • Wolfgang Budday: Harmonielehre Wiener Klassik. Theorie, Satztechnik, Werkanalyse. Berthold Schwerdtner, Stuttgart 2002, ISBN 3-00-008998-5.
  • Ludwig Holtmeier: Funktionale Mehrdeutigkeit, Tonalität und arabische Stufen. Überlegungen zu einer Reform der harmonischen Analyse. ZGMTH 8/3 (2011), S. 465–487. https://doi.org/10.31751/655
Die Grundtöne der Akkorde werden mit römischen Ziffern einer Position in der jeweils herrschenden Dur- oder Molltonart zugeordnet. Rechts neben diesen Ziffern wird mit Generalbass-Signaturen die jeweilige Akkordstellung vermerkt.
Vor den Bassstufenbezeichnungen wird die Tonart, auf die sie sich beziehen, vermerkt, z.B. "d-Moll:"
Im Falle von Mehrdeutigkeiten (z.B. bei Modulationen) können mehrere Zeilen übereinander geführt werden.

Beispiel

Robert Schumann: Nordisches Lied, T. 9-12. Aus: Album für die Jügend op. 68

Empfohlene Literatur

  • Robert Gauldin: Harmonic Practice in Tonal Music. W. W. Norton, New York 1997.
  • Reinhard Amon: Lexikon der Harmonielehre. Metzler, Wien/München 2005, S. 356–363.
Die Akkordfunktionen (im Sinne Hugo Riemanns und seiner Nachfolger) werden mit Groß- und Kleinbuchstaben vermerkt.
Rechts neben diesen Funktionssymbolen wird mit Ziffern und anderen Symbolen auf die jeweiligen Basstöne (in ihrer Relation zum jeweiligen Grundton), auf Zusatztöne, Vorhalte und Alterationen verwiesen.
Weitere Symbole sind u.a. runde Klammern für Zwischendominanten und das Durchstreichen des Funktionssymbols, falls aus funktionstheoretischer Sicht der Akkordgrundton im betreffenden Klang fehlt.

Beispiel

Robert Schumann: Nordisches Lied, T. 9-12. Aus: Album für die Jügend op. 68

Empfohlene Literatur

  • Wilhelm Maler: Beitrag zur durmolltonalen Harmonielehre. Leuckart, Leipzig 1931; 17. Auflage Leuckart, München 2000.
  • Diether de la Motte: Harmonielehre. Bärenreiter, Kassel / Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976; 18. Auflage Bärenreiter, Kassel 2018, ISBN 9783761821152.
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