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Voraussetzungen
Machen Sie sich mit diesen Grundlagen vertraut:
- Klauseln, zumindest:
- Tenor- und Sopranklausel
- Bassklausel
- Ganzschluss
- Halbschluss
- Satz
- Periode
Zur Methodik
Untersuchen Sie den vorgegebenen Abschnitt. Dieser lässt sich in der Regel in zwei Taktgruppen bzw. Phrasen gliedern.
Ist die zweite Phrase eine (variierte) Wiederholung der ersten?

Entwickeln sie die Melodie zu einem Satz im Sinne Arnold Schönbergs:

Wenn Sie diesen Satz mit einem Halbschluss beenden, können Sie ihn als Vordersatz einer übergeordneten Periode betrachten und einen entsprechenden Nachsatz folgen lassen:

Ist die zweite Phrase keine (variierte) Wiederholung der ersten?

Entwickeln Sie die Melodie zu einer Periode im Sinne Arnold Schönbergs:

Oder hängen Sie diesem Vordersatz eine Fortsetzung an, wie nach der Präsentationsphase eines Satzes:

Möglich ist in diesem Fall außerdem die Entwicklung zu einem zusammengesetzen Satz im Sinne William Caplins:

Weitere Erweiterungen, z.B. zu einer kleinen zweiteiligen oder dreiteiligen Form, sind selbstverständlich möglich, aber im Rahmen dieser Aufgabe nicht erforderlich.
Bemerkungen
- Der Schlusston der Melodie soll auf der ersten Zählzeit des letzten Takts erreicht werden. Die Verzierung des Schlusstons z.B. mit Vorschlägen (Appoggiaturen) ist allerdings möglich.
- Beenden Sie die Melodie nicht mit einer Bassklausel. Diese ist (wie der Name bereits andeutet) für Oberstimmen untypisch. Für einen vollkommenen Ganzschluss brauchen Sie in der Oberstimme eine Tenor- oder Sopranklausel.
Empfohlene Literatur
- William Caplin: Analyzing Classical Form. An Approach for the Classroom. Oxford University Press, New York 2013, ISBN 978-0-19-998730-6, Kap. 2 bis 6.
- Felix Diergarten/Markus Neuwirth: Formenlehre. Ein Lese- und Arbeitsbuch zur Instrumentalmusik des 18. und 19. Jahrhunderts. Laaber, Laaber 2019, ISBN 978-3-89007-830-4.
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